Maßnahmen gegen das Übergewicht in Deutschland

Das Land, welches symbolisch für die Fettleibigkeit geworden ist und dessen Bürger dringend gesund abnehmen sollten, sind mit Sicherheit in erster Linie die USA. Im Durchschnitt zeigt bei zwei Dritteln aller Amerikaner, die Waage einen Wert jenseits des Normalgewichts an.

Als ich vor drei Jahren das letzte Mal in Amerika war, fiel mir der Unterschied zu Europa relativ deutllich auf. Allerdings sollte man die hiesige Situation auch nicht beschönigen. Auffällig ist in den USA vor allem, das beinahe gar keine gängigen Restaurants mehr zu finden sind. Dafür sprießen die Filialen von unzähligen Fast-Food Ketten, wie Unkraut aus dem Boden. Bei uns kennt man McDonalds, BurgerKing und vielleicht noch Kentucky-Fried Chicken. Dort sind diese drei Ketten nur ein Bruchteil der Fast Food Anbieter.

In den Geschäften gibt es elektrische Wägen, mit denen man gemütlich den Shop abklappern kann, ohne einen Schritt machen zu müssen. Solche Einrichtungen wirken dieser krankhaften Entwicklung auch nicht entgegen, sondern unterstützen sie sogar.

Die US Regierung hat jetzt, wenn auch nur sehr geringfügig, darauf reagiert, indem sie die Fast-Food Ketten dazu angehalten hat, gesündere und kleinere Portionen anzubieten, sowie die Leute für schnelles Abnehmen zu begeistern. Das ist aber noch lange nicht ausreichend, da die Folgen für das Gesundheitssystem, ein Defizit in Milliardenhöhe sein werden.

Hier in Europa ist die staatliche Krankenversorgung eine Selbstverständlichkeit. Die USA haben unter Präsident Obama auch einen Schritt in diese Richtung gemacht. allerdings bin ich mir gar nicht so sicher, ob das zu beglückwünschen ist. Immerhin hat jeder seine gesundheitliche Entwicklung zum Großteil selbst in der Hand.

Unfallverletzungen kann man natürlich meistens nicht beeinflussen. Diese stellen aber auch nur einen Bruchteil, des Gesundheitsbudgets dar. Viel mehr Geld wird auf die Behandlung von Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Zivilistationskrankheiten verwendet, für deren Auftreten in erster Linie der eigene Lebensstil verantwortlich ist.

Ich persönlich sehe nicht ein, wieso der Staat den Bürgern, welche seine Leistungen fast nicht in Anspruch nehmen, hohe Steuern aufbürdet, die dann denjenigen zugute kommen, die für ihre Probleme selbst verantwortlich sind. Wenn es ein staatliches Gesundheitssystem gibt, sollte der Staat zumindest darauf achten, dass seine Bürger einigermaßen gesund leben.

Beispielsweise könnte man Fast Food oder Zigaretten zusätzlich besteuern. Die daraus resultierenden Einnahmen kämen natürlich dem Gesundheitssystem zugute. Auf diese Weise würde man durch die höheren Preise den Konsum von gesundheitsschädlichen Produkten etwas eindämmen. Sogleich müssten diejenigen, die absichtlich ihre Gesundheit schädigen, automatisch mehr zur Erhaltung des Wohlfahrtsstaates beitragen.